Home Ferien im Monsterland

21. Der Mond scheint hell

Das ist ein aufregender Tag für die Kinder. Nach dem misslungenen Überfall der Feuerfrau im Fichtenwäldchen sitzen sie vor ihrem Zelt und essen Spaghettis mit Tomatensoße. Ihr Hund Domino liegt dicht beim Lagerfeuer. Zufrieden kaut er an einem Hundekuchen.
Kwick stopft sich gleich zwei Riegel Schokolade in den Mund. "So könnte ich es eine Ewigkeit aushalten", beteuert er. "Ich auch!" stimmt Lisa ihm zu. Robin nickt nur faul, da er gerade seinen Teller voll lädt.
Mit Baden, Erzählen und Aufräumen geht der Tag rasch zu Ende. Nach dem Abendessen machen sie ihr Zelt für die Nacht fertig.
"Sturm wird es wohl keinen geben." Kwick prüft, ob alle Zeltheringe fest sitzen.
Sie unterhalten sich noch eine Weile vor dem Zelt, dann gähnen sie einer nach dem anderen und kriechen müde unter die Decken. Domino liegt halb auf Robins Füßen zwischen den Geschwistern und schläft sofort ein.
Irgendwann in der Nacht wacht Robin auf. Er horcht, was ihn geweckt haben könnte. Nur die gleichmäßigen Atemzüge von Lisa und Kwick sind zu hören. Da ertönt in der Ferne Tanzmusik. Schlaftrunken kriecht Robin aus dem Zelt. Domino folgt dem Jungen voller Neugier.
Die Nacht ist mild und der Mond scheint hell über dem stillen Monstersee. Robin reibt sich die Augen. Ist das ein Trugbild oder steht dort tatsächlich ein Wasserschloss mit Türmen und Erkern nahe beim Ufer? Wo kommt es so plötzlich her?
Obwohl ihn eine innere Stimme warnt, im See versunkenen und an die Wasseroberfläche zurückgekerten Schlössern nicht zu trauen, geht er geradewegs auf das weit geöffnete Portal zu.


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